Das Vortragsangebot der Galerie des Universums

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           DER  HIMMEL  ÜBER  UNS             











           THEMENBEREICH:  WIR  LEBEN  IM  KOSMOS             


1. Vortrag:   Der Mensch schuf sich sein Universum.

Die historische Entwicklung unserer Vorstellungen vom Kosmos wird beschrieben. Sie ging vom geozentrischen Weltbild über das heliozentrische Weltbild zu den heutigen Vorstellungen vom riesengroßen Weltall, das aber angeblich vor 14 Milliarden Jahren plötzlich mit einer großen Explosion entstand. Die Parallelen zwischen der gesellschaftlichen Entwicklung und unseren Vorstellungen vom Universum werden diskutiert. Die Astronomen "erfanden" den Urknall, die Welt mit (vermutlich) immerwährendem Wachstum, die kosmische Inflation, den Kannibalismus von Galaxien, die dunkle Materie. Viele dieser Erscheinungen gab es schon vorher in Gesellschaft und Politik. Der Mensch erschuf sich schon immer "sein" Universum.


2. Vortrag:   Unsere Bilder von der Welt

Die Menschen haben immer versucht, die Welt zu verstehen. Dazu schufen sie sich Bilder von ihr. Zuerst waren es Bilder von den Göttern, die die Welt erschufen. Dann entstanden die Bilder von der scheibenförmigen Erde und von der Erde des Ptolemäus im Mittelpunkt der Welt. Copernicus, Kepler, Newton, Herschel und viele andere tilgten in den vergangenen Jahrhunderten die Erde aus ihrer zentralen Position und entwickelten ein Bild von der Welt, in der Erde und Sonne Teile eines ewig laufenden mechanischen Getriebes waren. Schließlich schenkten uns Einstein, Planck, Hubble, Friedmann und Gamow im vergangenen Jahrhundert ein weiteres sehr buntes Bild von der Welt, wonach sie wieder einen Anfang hatte und sich aus sich selbst heraus entwickelte. Es wird nicht das letzte sein, auch wenn Hawking und andere an die baldige Schaffung der "Theorie für alles" glauben. Der Mensch wird immer neue Bilder schaffen. Früher malte er auch mit den Sternbildern das irdische Leben an den Himmel. Macht er das vielleicht immer noch?


3. Vortrag:   Wir und der Kosmos

Ausgangspunkt der Betrachtungen sind die Jahrtausende währenden astronomischen Beobachtungen des Menschen und die Entwicklung unserer Vorstellungen vom Kosmos. Diese führte von einem Kosmos mit der Erde als Mittelpunkt zu der Vorstellung von einem Kosmos ohne Mittelpunkt – einer großen leuchtenden Welt mit einer Vielfalt von Objekten, die alle nebeneinander und miteinander existieren. Zwischen ihnen vollziehen sich Wechselwirkungen und Rückkoppelungen – also im Prinzip Kooperationen – auf der Grundlage kosmischer Gesetze. Das muss auch auf der Erde (in der Natur und in der Gesellschaft) als einem kleinen Teil des Kosmos gelten.

Im Vortrag wird die Widersprüchlichkeit der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft diskutiert, die einerseits zu einer Vielfalt von nebeneinander existierenden Rassen und Kulturen geführt hat – andererseits durch Mittelpunktsdenken (egozentrisches Verhalten) mit Wettbewerb, Konkurrenz und Machtstreben aber immer wieder zu vielen Problemen wie Armut, Hunger und Kriegen führt.

Wir betrachten unser irdisches Leben mit den Vorstellungen von Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Eigentum aus kosmischer Sicht. Dabei folgen wir den Argumenten bekannter Wissenschaftler und Persönlichkeiten wie Christian Huygens, Albert Einstein, Bruno H. Bürgel, Carl Sagan, Lee Smolin, Martin Rees und Rosa Luxemburg. Das führt uns zur Idee des Menschen als kosmischem Wesen und der Notwendigkeit der von Robert Muller geforderten kosmischen Erziehung – angefangen im Kindergarten – wenn wir als Menschheit auf dieser Erde überleben wollen.



Die Eröffnung der Ausstellung "300 Jahre Astronomie in Brandenburg und Preußen" erfolgte am 10. Mai 2000 in den Potsdamer Bahnhofspassagen.


Sie spiegelt die Geschichte der Astronomie in Berlin und Potsdam seit der Gründung der Berliner Sternwarte am 10. Mai 1700 wider.