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 Das Vortragsangebot der Galerie des Universums

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           DER  HIMMEL  ÜBER  UNS             











           THEMENBEREICH:  DER  HIMMEL ÜBER  UNS             


1. Vortrag:   "Tierkreisgeheimnis" und Menschenleben

Die Astrologie nutzt die "Geheimnisse des Tierkreises", d.h. einen angenommenen Einfluss des Himmels auf das menschliche Leben, um über das Horoskop den Charakter und die Entwicklung der Menschen zu erklären. Wir begeben uns auf die Suche nach den Quellen dieses "Geheimnisses".

Die Erde bewegt sich im Laufe des Jahres einmal um die Sonne. Diese Zeit wird in 12 Monate (Monde) eingeteilt. Durch diesen Umlauf um die Sonne sehen wir unseren Heimatstern laufend vor einem anderen Hintergrund der Sternenwelt. Unsere Sonne bewegt sich also scheinbar durch verschiedene Felder am Himmel - durch die 12 Sternbilder (Tierkreiszeichen) Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Wegen der Schrägstellung der Rotationsachse der Erde verändert sich während eines Jahres an allen Punkten der Erdoberfläche laufend der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen und damit die Energieeinstrahlung. Es kommt darum zu den verschiedenen Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit dem jährlichen Lebenszyklus der gesamten Natur auf der Erde. Die 12 Tierkreiszeichen spiegeln diesen Zyklus wider, der einen wesentlichen Einfluss auf das menschliche Leben hatte und hat, auch wenn wir das heute oft vergessen (wollen?). Aus dieser Widerspiegelung des irdischen Lebens (mit allen seinen gesellschaftlichen und persönlichen Aspekten) am Himmel erklärt sich zum großen Teil die historische Entwicklung der Astrologie.



2. Vortrag:   Der Himmel für Dich

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Sternen am Himmel und unserem persönlichen Leben, wie es die Astrologie behauptet? Obwohl wir zahlreiche wissenschaftlich nachgewiesene Einflüsse der Himmelsobjekte auf die Erde (Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Weltraumwetter) kennen, gibt es keine konkreten Untersuchungsergeb-nisse, die einen Einfluss der Sterne auf unser "Glück" oder unseren Erfolg im Leben belegen können. Es wäre auch zu verwunderlich, wenn die viel zu wenigen von der Astrologie genutzten kosmischen Erscheinungen (lediglich die scheinbaren Positionen von Himmelskörpern) Einfluss auf den detaillierten Lebenslauf jedes einzelnen Menschen mit allen seinen mannigfaltigen körperlichen, charakterlichen und seelischen Aspekten hätten.

Wie kommt es dann aber, dass viele Menschen an diesen Einfluss glauben und dass es manchmal sogar so aussieht, als würde die Astrologie recht haben? Die Antwort ist ziemlich einfach: Der Mensch betrachtet immer seine Umgebung - auf der Erde und am Himmel - und möchte für alles, was er beobachtet, Erklärungen finden. Sein Nachdenken liefert solche "Erklärungen" - wir nennen sie Vorstellungen oder Bilder von der Welt. Diese Bilder spiegeln immer auch den Stand des gesellschaftlichen Lebens der Menschen auf der Erde wider. Die Menschen der Antike konnten sich viele "natürliche" Erscheinungen noch nicht "sinnvoll" erklären, sie deuteten sie auf dem Niveau ihrer gesellschaftlichen Entwicklung. Der Mensch war umgeben von Göttern und Geistern, von Schlangen, Bären und Bestien - aber auch von schönen Frauen, Jägern und Recken. Mit ihnen setzte er sich in seinem Leben auseinander - sie bestimmten seinen Erfolg und sein Glück. Das Leben am Himmel sollte so ablaufen wie auf der Erde. Also setzte er diese Figuren an den Himmel zusammen mit den Erfahrungen aus seinem Leben. Wenn wir nun heute zum Himmel schauen, dann sehen wir wie in einem großen Spiegel das Leben und Treiben unserer Vorfahren, wir sehen ihre Handlungen, ihre Auseinandersetzungen - Kämpfe und Kriege - aber auch ihre Familien und die Liebe, die Treue und Untreue, wir sehen ihre Charaktere und Sehnsüchte und lesen ihre Gedanken. Und auf einmal scheint es überhaupt nicht mehr sonderbar zu sein, dass wir in den Himmelkörpern Hinweise für unser Leben suchen - und oft auch finden können. Eigentlich fragen wir unsere Urahnen um Rat, wir wollen ihre Lebenserfahrung nutzen. Dabei besteht für uns das Problem im Lesen dieser oft verschlüsselten Botschaften - genauso wie bei vielen alten Märchen.



3. Vortrag:   Der Himmel über den Höhlen

Platon beschreibt in seiner "Pliteia" Menschen, die tief im Innern einer Höhle gefangen und festgebunden sind, und zwar so, dass ihr Gesichtskreis eingeschränkt ist und sie weder einander noch die Welt außerhalb der Höhle sehen können. Das einzig Sichtbare ist die Höhlenwand, auf der die Schatten der Modelle oder Nachbildungen von Tieren und Gegenständen, die außerhalb der Höhle an einem hell brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind.

Einem der Gefangenen gelingt es auszubrechen und aus der Höhle ans Tageslicht zu flüchten. Das Sonnenlicht macht es ihm nun möglich zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen. Er kehrt in die Höhle zurück und überbringt den anderen die Botschaft, dass alles, was sie bis dahin gesehen haben, bloße Schatten gewesen sind und dass die wirkliche Welt sie erwarte, wenn sie nur gewillt seien, dorthin aufzubrechen.

Die Astronomie ermöglicht der Menschheit den Ausbruch aus Jahrtausende alten gedanklichen irdischern Höhlen. Durch die astronomische Forschung wissen wir heute, dass wir auf einer Erde leben, die keine Scheibe und nicht das Zentrum der Welt ist. Die Erde bewegt sich wie weitere acht Planeten um die Sonne, die auch nur einer von hundert Milliarden Sternen in unserer Galaxis - der Milchstraße - ist.

Der heute beobachtbare Teil des Weltalls enthält mindestens mehrere hundert Milliarden Galaxien. Der Kosmos ist eine sehr große leuchtende Welt mit einer extremen Vielfalt an Objekten und Formen, die alle nebeneinander und nur miteinander existieren können - zwischen denen also Kooperation herrscht. Dasselbe Kooperations-prinzip gilt für die irdische Natur.

Der Vortrag zeichnet unser heutiges Weltbild und macht deutlich, dass wir ein Teil dieser riesigen Welt sind und unser Leben nach den gleichen Prinzipien der Kooperation und des Miteinander ablaufen muss, wenn wir überleben wollen. Unser Lebensprinzip darf nicht die Konkurrenz und das Streben nach der "Überlebensfähigkeit des Stärkeren" sein. Ein solches Prinzip führt zu Gewalt, Zerstörung der irdischen Natur und immer zahlreicheren Kriegen.

Die Astronomie hilft uns im Sinne der Bürgelschen Forderung, kosmisch zu denken, uns aus unseren gedank-lichen Höhlen zu befreien, die durch Konkurrenz, Egozentrismus, Gewaltmonopole und Kriege gekennzeichnet sind. Wir betrachten unsere irdischen Probleme aus dieser erweiterten kosmischen Perspektive und denken über Lösungsmöglichkeiten nach.



4. Vortrag:   "Sky" und "Heaven"

Die Astrologie




Die Eröffnung der Ausstellung "300 Jahre Astronomie in Brandenburg und Preußen" erfolgte am 10. Mai 2000 in den Potsdamer Bahnhofspassagen.


Sie spiegelt die Geschichte der Astronomie in Berlin und Potsdam seit der Gründung der Berliner Sternwarte am 10. Mai 1700 wider.